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Starkes Netzwerk für klimagerechtes Bauen

Foto: Daniel Hamm

Das erste BenG e.V. Netzwerktreffen setzt ein Zeichen

Serieller Holzbau, Sanierungssprint, der „Leitfaden Nachhaltiges Bauen“ als niederschwelliges Gebäudebewertungstool oder die Entwicklung des Passivhaus-Stadtteils Bahnstadt in Heidelberg. Das sind nur einige Themen, zu denen sich die rund 60 Expertinnen und Experten für nachhaltiges Bauen und Sanieren ausgetauscht und vernetzt haben. Das erste Netzwerktreffen des Bundesverbandes effiziente und nachhaltige Gebäude e.V. (BenG) am vergangenen Donnerstag vereinte Architekten, Fachplaner, Handwerker, Baustoffproduzenten, Energieberater und Auftraggeber der öffentlichen Hand, die sich dem zukunftsorientierten, klimagerechten Bauen und Sanieren verschrieben haben. Ein gelungener Mix aus Fachvorträgen, Best-Practice-Slams, kommunikationsoffenen Thementischen und viel Raum zum Netzwerken prägte den Tag.

Ressourcenbewusstes Bauen und Sanieren ist ein Fachbereich, der nach wie vor auf Vorbehalte stößt, stellen die Experten fest. Häufig wird ökologisches Bauen mit höheren Kosten gleichgesetzt – ein Irrtum, den der Fachkreis klar adressiert: Mehrkosten entstehen vor allem dann, wenn Experten für effizientes und klimafreundliches Bauen erst spät in der Planungsphase hinzugezogen werden. Mittlerweile stehen nachhaltige und ökologische Baustoffe sowie Planungsleistungen und Ausführung den konventionellen in nichts mehr nach.

Ausdauer, Überzeugungskraft – und das richtige Netzwerk

„Um die Vorzüge des nachhaltigen und effizienten Bauens und Sanierens in breiter Fläche zu kommunizieren und davon zu überzeugen, braucht es Ausdauer und Überzeugungskraft – aber vor allem ein gutes Netzwerk und die passenden Menschen“, betont Johannes Laible, Vorsitzender vom BenG e.V. Das erste, vom Bundesverband organisierte, Netzwerktreffen hat genau das geboten und fand in passendem Rahmen statt: bei pro clima in Schwetzingen, Hersteller bauökologischer Produkte.

Neustart unter neuem Namen

BenG ist aus dem Verband Pro Passivhaus e. V. hervorgegangen. Die Neuausrichtung trägt sowohl einem veränderten Marktumfeld als auch einem erweiterten Verständnis von Verantwortung im Bauwesen Rechnung. „Der Verband hat sich weiterentwickelt. Nach wie vor halten wir das Passivhaus, aufgrund seines extrem niedrigen Energiebedarfs, für die Königsklasse des effizienten und nachhaltigen Bauens“, so Laible. Über die Jahre entwickelte sich im Verband die Überzeugung, dass ökologische Konsequenz bereits vor dem Bau beginnen muss. „Wir stehen stark für ein nachhaltiges Kreislaufdenken. Das beginnt bereits bei der Planung und der Auswahl der Baustoffe. Ganz nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip", schließt er.

Über BenG e. V.

Der Bundesverband effiziente und nachhaltige Gebäude e. V. (BenG) setzt sich für ganzheitlich zukunftsfähiges Bauen und Sanieren ein – von der Planung über die Materialwahl bis zur Ausführung. BenG ist aus dem Verband Pro Passivhaus e. V. hervorgegangen.