Gebaeudeenergiegesetz 210x210 webAuch Pro Passivhaus hat fristgerecht zum 28. Juni Stellung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung für das „Gesetz zur Vereinheitlichung des Energieeinsparrechts für Gebäude – Gebäudeenergiegesetz (GEG)“ genommen und fordert dringend Verbesserungen ein.

 

In einer gemeinsamen Stellungnahme von Passivhaus Institut, IG Passivhaus, Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen, IZN Friedrichsdorf, proKlima und Pro Passivhaus begrüßen die Verbände zunächst die anhaltenden Bemühungen der Bundesregierung, den Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie näher zu kommen und dabei einen Ausgleich zwischen den zahlreichen Interessengruppen zu finden.

Deutlich wurde jedoch zum Ausdruck gebracht, dass gegenüber dem letzten, über zwei Jahre alten GEG-Entwurf keine Verbesserungen zu erkennen sind, obwohl der Handlungsbedarf für mehr Klimaschutz immer deutlicher wird. Insbesondere kritisieren Pro Passivhaus und die Verbündeten, dass mit dem Niedrigstenergiehaus in Deutschland ein Neubaustandard etabliert werden soll, der nicht zukunftsfähig ist. Neu errichtete Gebäude müssten dann bereits in den kommenden Jahrzehnten energetisch ertüchtigt werde, damit das Ziel eines fast klimaneutralen Gebäudebestands erreichbar ist.

Keinesfalls verlangen die Verbände die Einführung des Passivhauses als verbindlichen Baustandard für alle Gebäude. Gefordert wird aber dringend, dass vorhandene hochenergieeffiziente Gebäudekonzepte, zu denen das Passivhaus gehört, wirksam zu unterstützen, und zumindest als Alternative zuzulassen. Vorgeschlagen wird deshalb, transparente und zuverlässige Berechnungs- und Nachweisverfahren wie das PHPP zu erlauben.

Die gesamte Stellungnahme steht hier zum Download bereit.